Fünf Tipps für das perfekte Bohrloch beim Heimwerken

Ein perfektes Bohrloch darf nicht zu groß, nicht zu tief und gerade sein. Dabei ist es so einfach, ein gutes Bohrloch zu bohren, denn mit dem richtigen Equipment, einigen Hausmannstipps und etwas Geschick gelingt Ihnen das perfekte Bohrloch. Wir geben Ihnen heute in fünf Tipps alles auf den Weg, was Sie wissen müssen.

Es gibt zwei Arten von Bohrmaschinen, der Bohrhammer und die Bohrmaschine. Meist ist die Bohrmaschine mit einer Schlagbohrfunktion ausgestattet. Die zwei Arten unterscheiden sich dabei maßgeblich in Ihrer Technik. Während der Bohrhammer elektropneumatisch arbeitet und mit einem kleinen „Hammer“ gegen das Bohrfutter hämmert nutzt die Schlagbohrmaschine ein Ratschengetriebe, das für das typische wändedurchdringendes Geräusch verantwortlich ist.
Welche Bohrmaschine sie verwenden, hängt vor allem von dem Material ab, das sie durchbohren möchten. Nachfolgend erhalten Sie einige klare Empfehlungen zu den Materialien.

 

Tipp 1: Die Bohrmaschine

  • Holz: Für Holz ist eine Bohrmaschine mit ausgeschalteter Schlagbohrfunktion zu empfehlen
  • Beton/Stahlbeton: Für Beton und Stahlbeton ist ein Bohrhammer deutlich besser
  • Metall: Hier ist Drehmoment gefragt, dies erreichen Sie nur mit einer Schlagbohrmaschine
  • Gips: Gips ist so leicht, dass Sie beide Bohrmaschinenarten verwenden können

 

Tipp 2: Sicherheit

In den meisten Wänden verlaufen Kabel. Die meisten davon sind Stromkabel. Gerade deswegen ist beim Bohren in Wände höchste Vorsicht geboten. Denn Treffen Sie mit Ihrem Bohrer ein Stromkabel, ist es Lebensgefährlich. Die meisten Stromkabel führen dabei waagerecht und Senkrecht zum Stromverteiler. Sie sind meist 30 cm von Boden oder Decke entfernt und verlaufen bei professionellen Installationen nie quer. Doch ist gerade in Altbauten das Risiko dar, dass die Strominstallation entweder von einem Laien oder nach alten/keinen Normen durchgeführt worden ist. Nehmen Sie diesen Tipp also nicht für bahre Münze. Absolute Gewissheit haben Sie nur mit einem Leitungssuchgerät, dass es heutzutage bereits für einige Euros zu kaufen gibt.

Tipp: Bohren Sie niemals einfach drauflos und nutzen Sie solch ein Gerät. Ein Leitungsbruch ist manchmal nicht zu erkennen, da die Bohrmaschine isoliert ist. Wenn die Leitung nur angebohrt worden ist, löst die Sicherung oft nicht aus.

 

Tipp 3: Senkrecht bohren

Im rechten Winkel bohren ist nicht ganz einfach. Ein Hausmannstipp ist das Ankörnen oder das Vorbohren mit einem kleineren Bohrer. Verwenden Sie auf den ersten Zentimetern wenig Druck und steigern Sie Ihn dann. Korrigieren Sie während des Bohrens nie die Richtung, das tut Ihrem Bohrer gar nicht gut. Setzen Sie lieber neu an.

 

Tipp 4: Die Bohrtiefe kennzeichnen

Dieser Hausmannstipp ist so einfach wie genial: Mit einem Stück Klebeband werden Sie nie wieder zu tief bohren. Nehmen Sie Ihren Bohrer und messen Sie einfach die gewünschte tiefe ab. Danach nehmen Sie ein Stück Klebeband und kleben diese als Markierung um den Bohrer. So werden Sie nie wieder zu tief bohren. Tipp: Bei Dübel sollten Sie circa 5 bis 10 mm mehr abmessen.

 

Tipp 5: bohren ohne Bohrstaub

Nicht immer ist ein Helfer in der Nähe, der den Staubsauger an das Bohrloch halten kann. Zwar gibt es Aufsätze, mit denen es auch alleine zu bewerkstelligen ist, doch passen diese meist auf teure Bohrmaschinen von Bosch und co. Dabei ist dieser alte Trick mindestens genauso hilfreich. Durchbohren Sie erst einen Joghurtbecher und bohren Sie erst dann die Decke. So bleibt nicht nur alles sauber, sondern schont auch Ihre Augen. Bohren Sie hingegen eine Wand, können Sie eine kleine Tüte nehmen, die unter das Bohrloch an der Wand festgeklebt wird. Einfach und genial.

0 votes

Leave a comment

0.0/5